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Südtiroler Sanitätsbetrieb | 14.04.2021 | 18:06

Südtirols Meldestrategie – keine Auswirkung auf Einstufung des Landes

Die Einstufung Südtirols als „rote Zone“ hat nichts mit der Meldepraxis des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu tun. Die Fakten belegen dies eindeutig.

Foto: 123rfZoomansichtFoto: 123rf

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weist Medienberichte der vergangenen Tage, wonach die Einstufung des Landes als „rote Zone“ in Italien bzw. als „Hochrisikogebiet auf EU-Ebene“ mit der Meldepraxis des Betriebes Richtung Rom zusammenhänge aufs Schärfste zurück.

Dies ist anhand von Fakten eindeutig nachweisbar: Die 14-Tage-Inzidenz war in den zur Rede stehenden Monaten allein schon aufgrund der PCR-Ergebnisse – ohne Antigentest-Ergebnisse – zu hoch: Seit 10. Jänner lag diese beispielsweise bei über 500, wobei die EU-Einstufungsgrenze für „dunkelrot“ zu jenem Zeitpunkt bei 500 positiven Testergebnissen pro Tag lag.

Insbesondere erfolgt in Italien die Einstufung einer Region bzw. Provinz in eine bestimmte Risikozone nicht aufgrund eines einzigen Indikators, sondern indem über 20 Indikatoren begutachtet und bewertet werden. Bei der Einstufung auf Ebene des Staates hat insbesondere der Druck auf die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen des Landes eine Rolle gespielt.

„Die einzige Alternative wäre gewesen, weniger zu testen“, so Generaldirektor Florian Zerzer. „Aber diese Strategie hat insgesamt keinen Sinn, denn, wenn wir weniger getestet hätten, wären die Infektionen über einen längeren Zeitraum höher und das Infektionsgeschehen noch viel schwerer einzugrenzen gewesen.“

Nachdem die Antigentest-Ergebnisse ohnehin zu einem großen Teil durch PCR-Tests bestätigt werden (sogar nach 10 Tagen Infektion), hat die mitgeteilte Änderung der Meldemodalität keine wesentliche Auswirkung.

(LR)



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