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Departement für Gesundheitsvorsorge

Departement für Gesundheitsvorsorge

Amba Alagi Straße 33
39100 Bozen
Web: http://www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Tätigkeiten:

Dem Department für Gesundheitsvorsorge gehören folgende medizinische Organisationseinheiten an:

  • Hygiene und öffentliche Gesundheit, einschließlich der Sektion für Umweltmedizin
  • Vorsorge und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Hygiene und Sicherheit bei Lebensmitteln nicht tierischer Herkunft und bei der Ernährung
  • Hygiene und Sicherheit bei Lebensmitteln tierischer Herkunft
  • Tiergesundheit
  • Hygiene in der Tierzucht, bei Futtermitteln und bei tierischen Produktionen
  • Sportmedizin
  • Prävention chronischer Erkrankungen, Screenings, Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung.

Das betriebsweite Departement beschäftigt sich vor allem damit, Gesundheitsrisiken auf den Grund zu gehen und zu bekämpfen, es bewertet und interpretiert Daten aus dem Gesundheits- aber auch aus dem Umweltbereich. Durch die Zusammenarbeit mit betrieblichen Diensten und landesweiten Abteilungen werden Untersuchungen, Projekte und Forschungsarbeiten möglich, ebenso wie die Ausarbeitung von Leitlinien, Prozessprotokollen und Vorsorgeprogrammen. Das Departement für Gesundheitsvorsorge wurde mit Beschluss des Generaldirektors Nr. 258 vom 06.12.2011 eingerichtet.

Webseite: www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Zur Karte: Amba-Alagi-Straße 33

Geschäftsführende/r Direktor/in

Koordinator/in

News

Gesundheitsvorsorge | 01.06.2022 | 11:42

Affenpocken: “Keine Fälle in Südtirol, aber wir bleiben wachsam“

Mit dem Auftreten der ersten Fälle in Italien steigt auch in Südtirol die Aufmerksamkeit – auch wenn es bis jetzt noch keine Infektionen gegeben hat.

AffenpockenZoomansichtAffenpocken

Die Pandemie hat uns eines gelehrt: epidemiologische Risiken dürfen nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund – obwohl derzeit in Südtirol noch keine Fälle von Affenpocken verzeichnet wurden – beobachtet der Südtiroler Sanitätsbetrieb die Lage und informiert die Bevölkerung.

Generaldirektor Florian Zerzer ruft zur Besonnenheit auf: „Zum Glück haben wir in Südtirol zur Zeit noch keine Fälle von Affenpocken, aber natürlich werden wir weiterhin wachsam sein. Aus diesem Grund werden die Entwicklungen ständig verfolgt, es ist jedoch keine Panik angebracht“.

Auch die Primarin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Krankenhaus Bozen, Elke Maria Erne, schlägt in diese Kerbe: „Dieses Virus ist weniger gefährlich als das Corona-Virus, trotzdem kann es ernste gesundheitliche Probleme bei Personen mit fragilem Gesundheitszustand, z.B. Kindern, schwangeren Frauen oder immunsupprimierten Personen verursachen. Sollten Symptome auftreten, vor allem, wenn sie deutlich sichtbar sind wie im Falle von Hautausschlägen, sollte jeglicher Kontakt mit der infizierten Person vermieden werden, diese muss sich bis zum Abheilen der Symptome in Quarantäne begeben.“
Um sich umfassend zu Affenpocken und den diesbezüglichen Bestimmungen zu informieren, siehe nachfolgende Infos.

Was sind Affenpocken und wie treten diese auf?
Bei Affenpocken („monkeypox oder MPX“) handelt es sich um eine Virusinfektion, das Virus wurde zum ersten Mal in Kongo 1970 als für den Menschen pathogen identifiziert. Es wird von Tieren (Primaten und kleinen Nagetieren) auf den Menschen übertragen. Aus diesem Grund nennt man es auch zoonotisch. Es gehört zur Gruppe der Pockenviren („smallpox virus“), ist jedoch weniger ansteckend und verursacht weniger Symptome.

Symptome und Übertragungswege
Bei Menschen treten am häufigsten Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, vergrößerte Lymphknoten, Müdigkeit und/oder Hautveränderungen wie Bläschen, kleine Pusteln oder Verkrustungen auf. Die Erkrankung heilt mit ausreichend Ruhe und ohne Therapie von alleine innerhalb von 2-4 Wochen aus. Falls notwendig, können antivirale Medikamente verabreicht werden. Bis jetzt hat der Großteil der in Italien registrierten Fälle nur über leichte Symptome geklagt, der Verlauf war komplikationslos.
In jenen Gegenden, in denen das Virus verbreitet ist, wird es hauptsächlich durch Bisse oder direkten Kontakt mit Blut, Fleisch, Körperflüssigkeiten oder Hautverletzungen des infizierten Tiers übertragen.
Das Virus überträgt sich jedoch nicht leicht von Mensch zu Mensch, dies kann jedoch passieren, wenn enger Kontakt mit den Körperflüssigkeiten oder Hautverletzungen der Person besteht. Ebenso ist eine Tröpfcheninfektion möglich (Speichel), falls man länger von Angesicht zu Angesicht spricht oder auch durch infizierte Gegenstände, z.B. Leintücher oder Kleidung. Nach den derzeit zur Verfügung stehenden Daten wird angenommen, dass das Virus über Sexualkontakte weitergegeben werden kann, dabei besteht für Menschen mit mehreren Partnern ein mittleres Risiko, für alle anderen Personen ist das Risiko gering.

Was tun, wenn man infiziert ist?
Im Falle einer Infektion wird empfohlen, zuhause zu bleiben und sich bei Fieber Ruhe zu gönnen. Außerdem sollte der Arzt/die Ärztin für Allgemeinmedizin angerufen werden, sobald Bläschen oder andere Hautveränderungen auftauchen. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, engen Kontakt mit symptomatischen Personen zu meiden.
Eventuelle Kontakte sollten ihre Körpertemperatur zweimal täglich messen, außerdem sollten sie – auch wenn sie keinerlei Symptome aufweisen – nicht Blut, Stammzellen, Gewebe, Organe, Muttermilch oder Sperma spenden in dieser Phase. Während der 21 Tage der Überwachung müssen die Kontakte der Infizierten es vermeiden, mit Immunsupprimierten, schwangeren Frauen und Kindern unter 12 Jahren zusammenzutreffen.
Seit der Entdeckung dieses Virus wurden Fälle in verschiedenen afrikanischen Ländern verzeichnet. Derzeit ist die Erkrankung in Benin, Kamerun, Zentralafrika, Kongo, Gabun, Ghana (nur tierische Fälle), Elfenbeinküste, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Südsudan endemisch. Trotzdem wurden vom 13. bis zum 21. Mai 2022 der WHO (Weltgesundheitsorganisation) menschliche Infektionen in 12 Mitgliederstaaten gemeldet, darunter auch in Italien, wo die Krankheit nicht als endemisch gilt.

Die Wirksamkeit der Pockenimpfung
Es ist möglich, dass Personen, die nicht gegen das Pockenvirus geimpft wurden (die Impfung wurde in Italien 1981 eingestellt), einem höheren Risiko ausgesetzt sind, da diese nicht über die Antikörper verfügen, die durch die Ähnlichkeit auch das Virus für Affenpocken bekämpfen können. Die Impfung nach einer Infektion (idealerweise innerhalb von vier Tagen nach dem Kontakt) kann für Risikogruppen sinnvoll sein wie für das Personal im Gesundheitswesen, Laborpersonal inbegriffen.

Presse-Informationen:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb

(RL/SF)



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