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Departement für Gesundheitsvorsorge

Departement für Gesundheitsvorsorge

Amba Alagi Straße 33
39100 Bozen
Web: http://www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Tätigkeiten:

Dem Department für Gesundheitsvorsorge gehören folgende medizinische Organisationseinheiten an:

  • Hygiene und öffentliche Gesundheit, einschließlich der Sektion für Umweltmedizin
  • Vorsorge und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Hygiene und Sicherheit bei Lebensmitteln nicht tierischer Herkunft und bei der Ernährung
  • Hygiene und Sicherheit bei Lebensmitteln tierischer Herkunft
  • Tiergesundheit
  • Hygiene in der Tierzucht, bei Futtermitteln und bei tierischen Produktionen
  • Sportmedizin
  • Prävention chronischer Erkrankungen, Screenings, Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung.

Das betriebsweite Departement beschäftigt sich vor allem damit, Gesundheitsrisiken auf den Grund zu gehen und zu bekämpfen, es bewertet und interpretiert Daten aus dem Gesundheits- aber auch aus dem Umweltbereich. Durch die Zusammenarbeit mit betrieblichen Diensten und landesweiten Abteilungen werden Untersuchungen, Projekte und Forschungsarbeiten möglich, ebenso wie die Ausarbeitung von Leitlinien, Prozessprotokollen und Vorsorgeprogrammen. Das Departement für Gesundheitsvorsorge wurde mit Beschluss des Generaldirektors Nr. 258 vom 06.12.2011 eingerichtet.

Webseite: www.sabes.it/gesundheitsvorsorge


Zur Karte: Amba-Alagi-Straße 33

Geschäftsführende/r Direktor/in

Koordinator/in

News

Gesundheitsvorsorge | 14.07.2022 | 12:00

Hitzewelle: Primar Oberhollenzer gibt Tipps, um gesund zu bleiben

Sommer, Sonne, Hitze – damit steigt auch die Gefahr, gesundheitliche Probleme aufgrund der hohen Temperaturen zu entwickeln. Primar Rainer Oberhollenzer erklärt die Gründe dafür und wie man sich bei extremer Hitze schützt.

Primar Rainer OberhollenzerZoomansichtPrimar Rainer Oberhollenzer

Übelkeit, Schwindel, Schwäche, starkes Schwitzen – alles Symptome, die bekannt sind, wenn die Quecksilbersäule nach oben klettert. Deshalb ist es wichtig, einige Dinge zu beachten, um sich vor zu viel Sommerhitze zu schützen. Denn diese kann nicht nur für geschwächte Menschen kritisch sein, sondern auch für all jene, die alle Regeln in den Wind schlagen und dem Organismus bei Extremhitze zusätzlichem Stress aussetzen. 
Im nachfolgenden Interview erklärt Rainer Oberhollenzer, Primar der Kardiologie am Krankenhaus Bozen, welches die Risiken bei großer Hitze sind und wie man sich am besten schützt.  

Primar Oberhollenzer, mit welchen Schwierigkeiten hat unser Organismus am meisten zu kämpfen, wenn es heiß wird?
Der menschliche Organismus versucht ständig, stabil und ausgeglichen zu bleiben. Je mehr sich äußere Faktoren ändern, desto mehr muss dieser sich anpassen. Im Falle von großer Hitze bedeutet das, dass sich die Blutgefäße zur Hitzeanpassung weiten müssen und mehr geschwitzt wird, damit der Körper abkühlen kann – was auch zu einem Flüssigkeitsmangel führen kann. Diese Mechanismen sind bereits für gesunde Personen bei großer Hitze anstrengend, ganz besonders aber für Menschen, die aus Gesundheitsgründen Schwierigkeiten haben, mit extremen Bedingungen umzugehen. Natürlich leiden diese Personen schneller unter den hohen Temperaturen.

Können sich diese Stresssituationen auch auf die Stimmung, das Verhalten oder die Qualität der Arbeit auswirken?
Als unangenehm empfundene Bedingungen, wie z.B. das Gefühl, ständig zu schwitzen oder mangelnder Schlaf aufgrund der Hitze, können dies beeinflussen, vor allem, wenn die Situation länger anhält.

Welches sind die häufigsten Symptome, die Sie bei Patientinnen und Patienten mit Schwächeanfällen aufgrund der Hitze sehen?
Normalerweise wird den Menschen durch den Abfall des Blutdrucks schwindlig, sie sind verwirrt und haben gerötete Haut aufgrund der erweiterten Blutgefäße. Aber auch Kopfschmerzen, Erbrechen, Übelkeit und Bewusstlosigkeit können vorkommen. Natürlich hängen diese Symptome auch von der Grundkonstitution ab.

Herzkreislauferkrankungen sind die erste Todesursache in Italien, ab 40 steigt das Risiko. Aber durch die Hitze, kombiniert durch den Aufenthalt in überfüllten Räumen und einem eventuellen Konsum von Alkohol oder Drogen, sind auch junge Menschen gefährdet…
Immer, wenn Alkohol oder andere Substanzen im Spiel sind, verschärft sich die Situation: Nicht nur, dass man sich vom Verhalten her vergisst, es kann zu einer Erweiterung der Blutgefäße und zu Flüssigkeitsmangel kommen, der bis zu einer Arrhythmie auch bei jungen Leuten führen kann.

Wie sieht der typische Risikopatient aus und würden Sie auch Coronainfizierte dazu zählen?
Als Risikopatientinnen und -patienten gelten besonders chronisch Erkrankte, ältere Menschen – die meist zu wenig trinken -, aber auch Neugeborene, Kleinkinder und pflegebedürftige Menschen, die von anderen abhängig sind, um normale Aktivitäten wie z.B. Ankleiden oder Trinken zu verüben. Ebenfalls dazu zählen würde ich auch all jene, die in der Hitze arbeiten, aber auch jene, die unter schlechten Bedingungen leben und wenig Möglichkeiten haben, sich vor der Hitze zu schützen. Es ist klar, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie auch akut an Corona Infizierte, dazu zählen, weil der Stress aufgrund der Hitze zu ihrer ohnehin schwierigen Situation dazukommt.

Sport im Sommer: Welche Tipps können Sie empfehlen?
Die Tipps sind mehr oder weniger für alle gleich: Vermeiden Sie, in den heißesten Stunden des Tages das Haus zu verlassen, indem Sie Ihre sportlichen Aktivitäten – vor allem, wenn es sich um Wettkämpfe handelt – auf die kühleren Stunden verlegen. Trinken Sie viel, damit die verlorene Flüssigkeit wieder aufgefüllt wird, eventuell können Sie Mineralsalze hinzufügen. Außerdem empfehle ich leichte Kleidung, möglichst in heller Farbe, den Kopf bedecken und keinen Alkohol zu trinken.

Fünf Tipps für Menschen, die trotzdem an den heißesten Stunden nach draußen müssen und vielleicht auch gesundheitliche Probleme haben.
Wenn man es absolut nicht vermeiden kann, in den heißesten Stunden des Tages nach draußen zu gehen, sollte man auf jeden Fall schauen, genügend zu trinken und auch Wasser mitzunehmen. Den Kopf sollte man mit einem Hut oder Tuch bedecken, das Essen sollte leicht verdaulich sein – viel Rohkost wie Gemüse oder Obst -, und man sollte möglichst nicht unmittelbar vor dem Gang in die Hitze essen. Außerdem sollte Alkohol vermieden und die Kleidung generell der aktuellen Situation angepasst werden.   

Presse-Informationen: Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb

(RL/SF)



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